– was ein Unterschied –
Wie angedroht war ich auch dieses Wochenende auf dem Forsaleden unterwegs. Dank des Wetters war diese Wanderung mit ÖSIS wiederum ein ganz anderes Erlebnis.Bereits früh am Morgen war das Treffen auf dem Campus der MIUN angesagt um gemeinsam mit den rund 30 anderen Studenten zum Forsaleden zu fahren. Schließlich bleibt inzwischen nicht mehr so viel Zeit am Nachmittag, bevor die Sonnen untergeht.
Wie am Weg zu erkennen, war ich echt froh über die Winterreifen – sie haben sich echt gut bewährt und das Fahren im Schnee war wirklich schön. Doch das war natürlich nur der Weg zum Ziel und auch wenn es etwas schwierig war sich zu motivieren aus dem warmen Auto auszusteigen, war es einfach traumhaft in die winterliche Landschaft aufzubrechen.
Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Besuchen sind wir dieses Mal vom nördlichen Parkplatz aus gestartet und waren so direkt im spektakulärsten Bereich des Wanderwegs. Nicht unbedingt meine bevorzugte Reihenfolge, ich mag eher das Highlight zum Schluss, da ich den Weg aber nun schon kannte nicht weiter tragisch. Vor allem, da hier die Besonderheit dieser vielen Bachläufe, Seen und Wasserfälle nun unter Eis und Schnee versteckt sind. Ich muss ehrlich sagen, dass das die beiden Wochen zuvor schon beeindruckender war, mit dem harmonischen Farbenspiel zwischen Felsen, Wald und dem glasklarem Wasser.
Der weitere Weg profitiert aber ganz eindeutig vom Schnee, es ist so viel heller und freundlicher und einfach traumhaft schön 🙂 Ich mag die winterliche Landschaft und mit kurzweiligen Gesprächen war es wirklich eine sehr angenehme Wanderung. Der große Vorteil dieser, vom ÖSIS organisierten Aktion war, dass neben vielen Internationals auch schwedische Studenten dabei waren und beim Wandern ergibt sich auch mit denen wie von selbst eine schöne Konversation.
Ich glaube ich habe etwas komische Blicke geerntet, als ich ein letzte Woche vorbereitetes Stück Birkenstamm aufgehoben und mitgenommen habe, aber Feuerholz kann man an der Hütte immer gebrauchen und vielleicht komme ja sogar ich noch in den Genuß der Wärme dieses Holzes 😀 Wie anders unser Domizil nach sieben Tagen wirkt, kann jeder selbst beurteilen – ich wäre trotzdem auch diese Woche gerne über Nacht geblieben – leider kollidierte das mit der Dinnerparty.
Di
Diese Pfotenspuren auf einem nahe gelegenem Felsen kann ich nicht so ganz zuordnen und ich hätte ja gesagt, dass sie zu einem Hund gehören, wenn da nicht keine einzige menschliche Fußspur außer meinen im weiten Umkreis gewesen wäre. Vielleicht war das ja auch ein Luchs? So weit weg von der nächsten dauerhaften Siedlung würde ich das nicht ausschließen 🙂
Natürlich blieb ich nicht der einzige bei der Hütte und nach kurzer Zeit hatte sich gefühlt die gesamte Wandergruppe dort versammelt. Und auch wenn manche davon ausgingen, dass dies schon das Zeil des Weges war, ging es dann doch noch ein Stück weiter.
Zu dem Bild gibt es jetzt noch einmal das von vor zwei Wochen zum Vergleich:
Das mehr an Schnee merkt man doch ganz gut 🙂
An der Rasthüttean welcher wir unsere Mittagspause eingelegt haben, habe ich mich dann auch etwas auf das Eis getraut – allerdings nicht weiter als ein paar Meter, wo ein Einbrechen mehr als Nasse Füße bedeutet hätte – schließlich war der Großteil des Sees noch offenes Wasser.
Eine lange Pause ist es dann aber füür mich nicht geworden, denn ich wollte noch ein paar Langzeitbelichtungen der Wasserfälle und Stromschnellen machen, nachdem ich beim letzten Mal Stativ und Fernauslöser in der Hütte vergessen hatte.
Leider blieben auch die anderen nicht viel länger, sodass ich dann die Gruppe von hinten aufgerollt habe um am oberen Ende noch etwas Zeit zu haben – mit dem Erfolg, dass ich zwar viele Ersatzakkus mitgenommen hatte, aber mich wohl schon seit längerem nicht mehr um deren Ladezustand gekümmert hatte. Dementsprechend wurde es doch nicht so umfangreich wie ich zwischenzeitlich noch dachte. Immerhin, ein paar Bilder gibt es zum Abschluss doch noch:
Achja, wer nicht schon von selbst auf die Idee gekommen ist und wie ich eine Erinnerung braucht, an dieser Stelle die kleine Anmerkung, dass eine Wasserflasche außen am Rucksack bei diesen Temperaturen nicht unbedingt die klügste Entscheidung ist:
Ich konnte sie mit geöffnetem Deckel auf den Kopf stellen, da sich ein solider Pfropfen gebildet hatte.